Auf den Knien vor Gott

 

 

„Die christliche Liturgie ist gerade dadurch kosmische Liturgie, dass sie vor dem gekreuzigten und erhöhten Herrn die Knie beugt. Dies ist die Mitte wirklicher „Kultur“ – der Kultur der Wahrheit.“  (Joseph Kardinal Ratzinger, Der Geist der Liturgie)

 

Das Knien vor Gott kommt vom Gott.

Das Nichtknien vor Gott kommt vom Teufel.

 

Die Heilige Schrift und Tradition bewegen zum Knien vor Gott.

Die Helfer des Teufels bewegen zum Nichtknien vor Gott.

 

„Die Unfähigkeit zu knien erscheint geradezu als das Wesen des Diabolischen.“ (Kardinal Ratzinger, Der Geist der Liturgie)

 

Hören wir aufmerksam auf die Priester, die der Heiligen Schrift und Tradition treu sind.

Auf die Helfer und Helfershelfer des Teufels hören wir gar nicht. Schade um die Zeit.

 

Unser Heiliger Vater, Papst Benedikt XVI. – der erste Liturg der Kirche – schrieb als Kardinal: „ In der Tat – das Knien der Christen ist nicht Form einer Inkulturation in bestehende Sitten hinein, sondern ganz im Gegenteil Ausdruck der christlichen Kultur, die bestehende Kultur umwandelt von einer neuen, tieferen Erkenntnis und Erfahrung Gottes her.

Das Knien kommt nicht aus irgendeiner Kultur – es kommt aus der Bibel und ihrer Gotteserkenntnis heraus.“ (Kardinal Ratzinger, Der Geist der Liturgie)

 

Das Alte und Neue Testament spricht oft über das Knien vor Gott. Mögen die ausgewählten Textstellen aus der Heiligen Schrift  für uns ein Aufruf zum täglichen Knien vor Gott und auch zum Bestärken derer, die das lesen – sein.

Das Geheimnis der Heiligkeit beginnt mit dem Demütigen vor Gott!

 

Selbst unser Herr Jesus Christus betete kniend:

 

„Dann entfernte er sich von ihnen ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete.“ Lukas 22, 41

 

Altes Testament:

„Da verneigte sich der Mann, warf sich vor dem Herrn nieder und sagte: Gepriesen sei der Herr, der Gott meines Herrn Abraham.“ Genesis 24, 26

 

„Dann befahl David der ganzen Versammlung: Preist den Herrn, euren Gott! Und die ganze Versammlung lobte den Herrn, den Gott ihrer Väter. Sie verneigten sich und warfen sich nieder vor dem Herrn und dem König.“ 1 Chr. 29, 20

 

„Salomo (…) trat auf sie, ließ sich im Angesicht der ganzen Versammlung Israels auf die Knie nieder, breitete seine Hände zum Himmel aus und betete: Herr, Gott Israels, im Himmel und auf der Erdegibt es keinen Gott, der so wie du Bund und Huld seinen Knechten bewahrt, die mit ungeteiltem Herzen vor ihm leben. „ 2Chr. 6, 13-14

 

„Da verneigte sich Joschafat mit dem Gesicht zur Erde. Auch alle Judäer und die Einwohner Jerusalems fielen vor dem Herrn nieder und beteten ihn an.“ 2. Chr. 20, 18

 

„Nach der Darbringung des Brandopfers verneigten sich der König und alle, die sich bei ihm eingefunden hatten, und warfen sich nieder.

König Hiskija und die führenden Männer befahlen den Leviten, den Herrn mit den Worten Davids und des Sehers Asaf zu preisen. Diese sangen den Lobpreis mit Freuden, verneigten sich und warfen sich nieder.“  2 Chr. 29, 29-30

 

„Zur Zeit des Abendopfers erhob ich mich aus meiner Bußübung, mit zerrissenem Gewand und Mantel. Dann warf ich mich auf die Knie, breitete die Hände aus und betete zum Herrn, meinem Gott.“ Esra 9,5

 

„Dann pries Esra den Herrn, den großen Gott; darauf antworteten alle mit erhobenen Händen: Amen, amen! Sie verneigten sich,warfen sich vor dem Herrn nieder, mit dem Gesicht zur Erde.“ Nehemia 8,6

 

„Es war zum Erbarmen, wie die Menge sich inheillosem Durcheinander zu Boden warf.“ 2 Makkabäer  3, 21

 

„Drei Tage lang lagen sie ohne Unterbrechung auf den Knien und flehten unter Tränen und Fasten gemeinsam den barmherzigen Herrn an.“ 2 Makkabäer 13, 12

 

„Kommt, lasst uns niederfallen, uns vor ihm verneigen,

lasst uns niederknien vor dem Herrn, unserm Schöpfer! „ Psalm 95, 6

 

„Macht die erschlafften Hände wieder stark

und die wankenden Knie wieder fest! „ Jesaja 35, 3

 

„Vor mir wird jedes Knie sich beugen.“ Jesaja 45, 23

 

„Dort kniete er dreimal am Tag nieder und richtete sein Gebet und seinen Lobpreis an seinen Gott, ganz so, wie er es gewohnt war.“ Daniel 6,11

 

Neues Testament

 

„Als sie zurückkamen, begegneten sie einer großen Zahl von Menschen. Da trat ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Herr, hab Erbarmen mit meinem Sohn!“  Matthäus17, 14-15

 

„Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde.“ Markus 1, 40

 

„Als sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ Markus 10, 17

 

„Dann sank er in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Nach diesen Worten starb er.“ Apostelgeschichte 7, 60

 

„Petrus aber schickte alle hinaus, kniete nieder und betete.“ Apostelgeschichte 9, 40

 

„Nach diesen Worten kniete er nieder und betete mit ihnen allen.“ Apostelgeschichte 20, 36

 

„Am Strand knieten wir nieder, beteten und nahmen Abschied voneinander.“ Apostelgeschichte 21, 5

 

„Denn es heißt in der Schrift: So wahr ich lebe, spricht der Herr, vor mir wird jedes Knie sich beugen und jede Zunge wird Gott preisen.“ Römer 14, 11

 

„damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde /

ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt:

«Jesus Christus ist der Herr» - zur Ehre Gottes, des Vaters. Philipper 2, 10

 

„Daher beuge ich meine Knie vor dem Vater, nach dessen Namen jedes Geschlecht im Himmel und auf der Erde benannt wird.“ Epheser 3, 14-15

 

„Darum macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest.“ Hebräer 12,12

 

„Gott tritt den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er seine Gnade.

Ordnet euch also Gott unter, leistet demTeufel Widerstand; dann wird er vor euch fliehen.

Sucht die Nähe Gottes; dann wird er sich euch nähern.

Demütigt euch vor dem Herrn; dann wird ereuch erhöhen.“ Jakobus 4, 6-7, 10

 

Und noch einmal ein Wort unseres Papstes:

 

„Es mag wohl sein, dass moderner Kultur das Knien fremd ist – insofern sie nämlich eine Kultur ist, die sich vom Glauben entfernt hat und den nicht mehr kennt, vor dem zu knien die rechte, ja, von innen her nötige Gebärde ist. Wer glauben lernt, lernt auch knien, und ein Glaube oder eine Liturgie, die das Knien nicht mehr kennte, wäre an zentraler Stelle krank. Wo es verlorengegangen ist, müssen wir das Knien wieder erlernen, damit wir betend in der Gemeinschaft der Apostel und Märtyrer, in der Gemeinschaft des ganzen Kosmos, in der Einheit mit Jesus Christus selbst verbleiben.“

 

Herr Gott lehrt uns dies und der Nachfolger des heiligen Petrus lehrt uns dies ebenfalls.

Ein Stolzer boykottiert diese Lehre.

Ein Kluger nimmt sie an und wird sie auch realisieren. Er wird vor Gott knien. Jeden Tag.

Das Geheimnis der Heiligkeit beginnt mit dem Demütigen  

vor Gott.

 

"Betet, betet viel

und bringt Opfer für die Sünder, denn viele Seelen kommen in die Hölle, weil sich niemand für sie opfert und für sie betet." 


Betet täglich

den Rosenkranz

  

Maria, hilf uns, die Gefahr des Bösen zu überwinden. Noch einmal zeige sich in der Geschichte der Welt die unendliche Macht der erbarmenden Liebe. Dass sie dem Bösen Einhalt gebiete! Dass sie die Gewissen verwandle! In deinem Unbefleckten Herzen offenbare sich allen das Licht der Hoffnung! 

Johannes Paul II. in Fatima, 13. Mai 1982    

  

Am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.

    

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