Meinungen oder Realität?

 

et veritas Domini manet in aeternum.

… „Denn seine Huld währ ewig!“
 

Der katholische Glaube begreift und verbalisiert die Realität so wie sie ist. Der katholische Glaube ist keine Sammlung von subjektiven partikularen Meinungen, die man nach dem Prinzip der Gleichberechtigung mit anderen subjektiven partikularen Meinungen gleichstellen könnte.

 

Hier und da hört man folgende Stimmen:

 

Für Katholiken ist Gott dreifaltig.

Für Katholiken ist die größte Heiligkeit das Allerheiligste Sakrament des Altares.

Für Katholiken ist die Heilige Messe ein wahres Opfer.

Für Katholiken sind die zehn Gebote Gottes verpflichtend.

 

Solche Formulierungen sind weitgehend nicht ausreichend. Warum?

Nicht deswegen ist etwas wahr, weil die Kirche es so sagt, sondern deswegen sagt es so die Kirche, weil etwas wahr ist.  

 

Die Kirche schafft keine Wahrheit. Die Kirche erkennt die Wahrheit, spricht sie aus (z. B. in den dogmatischen Formulierungen) und lehrt sie mit Autorität.

Die Wahrheit ist objektiv, unabhängig davon, was irgendein Mensch auf dieser Erde dazu sagen oder meinen würde.

 

Die größte Heiligkeit ist das Allerheiligste Sakrament des Altares - unabhängig davon, was irgendein Mensch auf der Erde zu diesem Thema sagen oder meinen würde.  

 

Die Heilige Messe ist ein Opfer - unabhängig davon, was irgendein Mensch auf der Erde zu diesem Thema sagen oder meinen würde.

 

Die zehn Gebote Gottes sind verpflichtend - unabhängig davon, was irgendein Mensch  auf der Erde zu diesem Thema sagen oder meinen würde.

 

Wenn an einem tragischen Tag alle Menschen sagen würden, dass alle Glaubenswahrheiten, die die Kirche verkündet und lehrt – eine Lüge sind, dann auch durch diese groteske menschliche Bekanntmachung – hören diese Wahrheiten nicht auf – Wahrheiten zu sein.

 

Wenn an einem schönen Tag alle Menschen sagen würden, dass alle Glaubenswahrheiten, die die Kirche verkündet - wahr sind, dann geben diese Menschen durch die bloße Tatsache einer solchen edlen menschlichen Bekanntmachung ein Zeugnis der methodologischen Ehrlichkeit: sie sagen die Wahrheit, sie stellen fest, dass es die Wahrheit ist. Nicht mehr und nicht weniger.  

 

Um diese hier nur leicht angedeutete Frage mehr zu verstehen und zu vertiefen, können die Rudimenta (Grundfragen) der klassischen Philosophie, die von einer elementaren Frage ausgeht – was ist das? – behilflich sein.  

Sie geht nicht von einer Frage aus – war irgendjemand zu dem oder dem Thema sich denkt, welche Meinungen er hat.

Es ist ein methodologisch ehrlicher Primat des Objektivismus über dem Subjektivismus. Es ist ein methodologisch ehrlicher Primat der Wahrheit über den Meinungen. Es ist ein methodologisch ehrlicher Primat des Seins über seiner verbalen Verständnis (Feststellung, Meinung, Beschreibung).

 

Demut vor der Wirklichkeit.  

 

Demut vor der Wahrheit, die man erkennen und benennen kann. Dies ist eine ehrenhafte Verpflichtung eines denkenden Wesens. 

 

"Betet, betet viel

und bringt Opfer für die Sünder, denn viele Seelen kommen in die Hölle, weil sich niemand für sie opfert und für sie betet." 


Betet täglich

den Rosenkranz

  

Maria, hilf uns, die Gefahr des Bösen zu überwinden. Noch einmal zeige sich in der Geschichte der Welt die unendliche Macht der erbarmenden Liebe. Dass sie dem Bösen Einhalt gebiete! Dass sie die Gewissen verwandle! In deinem Unbefleckten Herzen offenbare sich allen das Licht der Hoffnung! 

Johannes Paul II. in Fatima, 13. Mai 1982    

  

Am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.

    

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