Vom Sterben des Christen

 

 

Mein Heimgehen soll meine Ganzhingabe an Gott durch Christus vollenden. Da ich überzeugt bin, dass Gott mich unendlich mehr liebt als ich mich selbst, bitte ich schon jetzt immer, dass sich die göttliche Liebe an mir auswirke.

 

Mein Sterben soll das vollenden, was mir in der Taufe geschenkt wurde: mein göttliches Leben und mein Zusammenwachsen mit dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus. "Wir wurden also duch die Taufe in den Tod hinein mitbegraben mit Ihm" (Röm. 6,4)  

 

Mein Sterben soll tiefstes Heimgehen zum Vaterherzen Gottes sein, soll meine Ähnlichkeit mit Jesus Christus, mein Zusammenwachsen in Wesen und Gestalt vollenden.

 

1. Jesus hat uns Sein Leiden und Sterben, Seine Tugenden und Verdienste geschenkt. Sie sollen mir angerechnet werden und alle meine Schulden auslöschen und alle Seine Tugenden und Verdienste sollen mir geschenkt werden.

 

Mutter Gottes

stehe jedem Sterbenden bei und auch mir!

 

Weil Gott mich so liebt, nimmt Er mich ernst!  

Meine Gedanken, Worte und Werke und Unterlassungen haben Folgen, entweder für das Gute oder zum Bösen.

 

"Wenn ihr mich lieb hättet, müsstet ihr euch freuen, dass Ich zum Vater gehe." (2 Joh. 14,28), so spricht Jesus Christus, obwohl das Kreuz mit seinem Kreuzestod vor Ihm steht.

 

So soll und kann mein Sterben und Heimgehen mit Jesus zum Vaterherzen Gottes in ein unvorstellbar großartiges Erleben und Leben hinein sein.

 

Warnung: "Gerne ertraget ihr ja die Toren, ihr ertragt es doch, wenn einer euch versklavt... wenn einer euch ins Gesicht schlägt." (2 Kor. 11,20)

 

Was ist der Materialismus und die irdische Gesinnung des heutigen Zeitgeistes für eine fürchterliche Beraubung des Menschen. Man tut doch so, als wäre der Mensch ein besseres Vieh! Gegen diese Beraubung und Verlockung musst du dich immer verschließen!  

Du bist eine unsterbliche Geistseele und wirst ewig da sein!

 

2. Alles, was ich die Gnade Gottes an mir und in mir wirken ließ im Denken, Reden, Tun und Ertragen, nehme ich für ewig mit in die Herrlichkeit Gottes. Jesus zeigt uns dies, indem er an Seinem verklärten Leib die Wundmale sichtbar trägt.

 

3. Mein Sterben ist also die Krönung des christlichen Lebens, denn das Leben des Christen ist ein immerwährendes

 

Absterben, Weggehen, Loslösen

von der Selbstherrlichkeit,

der Ichbezogenheit,

von Selbstmitleid,

von menschlichen Wünschen und Meinungen,

von menschlichen Ziel- und Wertvorstellungen

und menschlichen Plänen

 

und ein Eingehen

auf den Willen Gottes,

auf die Herrlichkeit Gottes in Natur und Erlösung,

auf Gottes Ziel- und Wertmaßstäbe,

auf Gottes Liebe

und auf Gottes Pläne

 

und ein Hingehen

auf das "Du" Jesus Christus,

auf Gott selbst!

 

Immer mehr werde ich Gott, Gottes Werke und Christi Liebe, Größe und Weisheit bewundern, Seine Vaterliebe und Sorge spüren und mich in der Liebe Christi geborgen wissen, wenn es auch als Trostlosigkeit empfunden wird, und andere retten wollen. Ein verstehender Blick auf das Kreuz und auf den auferstandenen Herrn macht das klarer. Wenn du auf das Kreuz schaust, siehst du: Jesus hat dür die Ehre Gottes und für das Heil der Menschen alles hergegeben. 

 

 

    

   

 

 

Textstellen entnommen aus dem Buch: Wie ein Christ sterben sollte Erlebnisse eines Pfarrers am Sterbebett von Pfarrer Johannes Maria Bauer, Pro Fide Catholica 

 

"Betet, betet viel

und bringt Opfer für die Sünder, denn viele Seelen kommen in die Hölle, weil sich niemand für sie opfert und für sie betet." 


Betet täglich

den Rosenkranz

  

Maria, hilf uns, die Gefahr des Bösen zu überwinden. Noch einmal zeige sich in der Geschichte der Welt die unendliche Macht der erbarmenden Liebe. Dass sie dem Bösen Einhalt gebiete! Dass sie die Gewissen verwandle! In deinem Unbefleckten Herzen offenbare sich allen das Licht der Hoffnung! 

Johannes Paul II. in Fatima, 13. Mai 1982    

  

Am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.

    

933860