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            Zwei Wege... 

 

 

Eine Vision der heiligen Schwester Faustyna 

 

 

 

 

Eines Tages sah ich zwei Wege: Der eine breit, mit Sand

und Blumen ausgestreut, voller Freuden und Musik und anderer Annehmlichkeiten. Die Menschen gingen diesen Weg tanzend und vergnügt - sie kamen ans Ende und wurden nicht gewahr, dass der Weg hier abbrach. Unten gähnte ein fürchterlicher Abgrund, nämlich der Höllenschlund. Die Seelen fielen blindlings in den Abgrund, so wie sie gingen, so fielen sie hinein. Ihre Zahl war so groß, dass man sie nicht zählen konnte.  

 

Ich sah auch den zweiten Weg, vielmehr einen Pfad, denn er war schmal und mit Dornen und Steinen bedeckt, und die Menschen gingen ihn mit Tränen in den Augen und verschiedene Leiden waren ihr Anteil. Einige stürzten auf die Steine, erhoben sich jedoch gleich und gingen weiter. Am Ende des Pfades lag ein herrlicher Garten, der mit aller Arten von Glück angefüllt war, und all die Seelen gingen dort  hinein. Sie vergaßen sofort, im ersten Augenblick ihre Leiden.  

(Tagebuch, 153)