Das E h e s a k r a m e n t 

 


 

Im Sakrament verankert


Ich rufe euch auf, euer Leben und eure eheliche Liebe in dem Sakrament zu verankern, das ihr am Tag eurer  Hochzeit empfangen habt und das euch zum Abbild und zu Zeugen der Liebe Gottes macht. Diese Liebe muss stets zur Vergebung zwischen den Eheleuten führen, denn das ist der Weg, der den ehelichen und familiären Beziehungen eine Zukunft öffnet. Auf diese Weise werdet ihr für eure Kinder Zeugen der wahren Liebe sein, ihnen Selbstvertrauen schenken und sie Christus entdecken lassen, der ihnen dabei helfen möchte ihre Persönlichkeit ganzheitlich zu entfalten und selbst die Verantwortung für ihr Dasein zu übernehmen. Verkündet den Menschen in eurer Umgebung, dass es, wie Christus uns gezeigt hat, keine grössere Liebe gibt als zu geben und sich selbst Gott und den Brüdern hinzugeben.
Papst Benedikt XVI. Angelus am 9. Juli 2006 in Valencia

 

Katechismus der Katholischen Kirche über die Ehe


 

 Achtung vor dem Sakrament der Ehe


Habt vor allem große Achtung für die Institution des Sakraments der Ehe. Es kann zu Hause kein wahres Glück geben, wenn nicht gleichzeitig Treue zwischen den Ehepartnern herrscht. Die Ehe ist eine Institution des Naturrechts, die von Christus zur Würde eines Sakraments erhoben wurde; sie ist ein grosses Geschenk, das Gott der Menschheit gemacht hat. Achtet sie, ehrt sie. Gleichzeitig ruft Gott euch auf, euch gegenseitig zu achten, auch in der Zeit des Verliebtseins und der Verlobung, denn das Eheleben, das durch göttliche Weisung den verheirateten Paaren vorbehalten ist, wird nur in dem Masse Quelle des Glücks und des Friedens sein, indem ihr die Keuschheit innerhalb und ausserhalb der Ehe zu einem Bollwerk für eure Zukunftshoffnungen zu machen wisst. Ich sage hier noch einmal zu euch allen: "Eros will uns zum Göttlichen hinreissen, uns über uns selbst hinausführen, aber gerade dann verlangt er einen Weg des Aufstiegs, der Verzichte, der Reinigungen und Heilungen" (Enzyklika Deus caritas est, 5). Kurz gesagt, er verlangt einen Geist der Opferbereitschaft und des Verzichts um eines grösseren Gutes willen, das die alles übersteigende Liebe Gottes ist. Versucht, mit Tapferkeit den Verlockungen des Bösen zu widerstehen, das in vielen Bereichen vorhanden ist, euch zu einem ausschweifenden und paradoxerweise leeren Leben verleitet und euch das kostbare Geschenk eurer Freiheit und eures wahren Glücks verlieren lässt. Die wahre Liebe wird "im Zugehen auf den anderen immer weniger nach sich selber fragen, immer mehr das Glück des anderen wollen, immer mehr sich um ihn sorgen, sich schenken, für ihn da sein wollen" (ebd.,7) und wird daher immer treuer, unauflöslicher und fruchtbarer sein.
Papst Benedikt XVI. Ansprache an die Jugendlichen im Stadion von Pacaembu, Brasilien, 10. Mai 2007

 

 

Alarmierende Verminderung  

der katholischen Ehen


Es gibt eine Alarmierende Verminderung der katholischen Ehen, verbunden mit einer Zunahme von Lebensgemeinschaften, in denen das Sich-einander-Hingeben der Brautleute nach dem Vorbild Christi, besiegelt durch ein öffentliches Versprechen, die Forderungen einer unauflöslichen lebenslangen Verpflichtung zu leben, einfach fehlt. Unter diesen Umständen wird den Kinder das sichere Umfeld verweigert, das sie für ein richtiges Heranwachsen als Menschen brauchen, und der Gesellschaft werden die stabilen Säulen verweigert, die sie nötig hat, wenn der Zusammenhalt und das moralischen Zentrum der Gemeinschaft aufrechterhalten werden sollen.
Papst Benedikt XVI. Ansprache bei der Begegnung mit den Bischöfen der USA in Washington, 16. April 2008


 

 

Ehe, Familie und faktische Lebensgemeinschaften

 

Ermahnung


Ich grüsse alle christlichen Eheleute: Zusammen mit ihnen danke ich dem Herrn für das Geschenk des Sakraments der Ehe, und ich ermahne sie ihrer Berufung in jedem Lebensabschnitt treu zu bleiben, "in guten und in bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit", wie sie im sakramentalen Ritus versprochen haben. Mögen die christlichen Eheleute im Bewusstsein der empfangenen Gnade Familien gründen, die offen sind gegenüber dem Leben und fähig, gemeinsam den vielen schwierigen Herausforderungen unserer Zeit entgegenzutreten. Heute ist ihr Zeugnis besonders nötig. Wir brauchen Familien, die sich nicht von modernen, an Hedonismus und Relativismus orientierten kulturellen Strömungen mitreissen lassen und die bereit sind, ihre Sendung in der Kirche und in der Gesellschaft mit grossherziger Hingabe zu erfüllen.
Papst Benedikt XVI. Angelus, 8. Oktober 2006 

 


 

Verstöße gegen die Würde der Ehe

 

 

 Die Grundwerte  

des Ehesakramentes annehmen


Eine ständige Herausforderung für euch [die Bischöfe] ist auch die Familie, die von vielen Verlockungen der modernen Welt umgeben ist - wie dem vorherrschenden Materialismus, der Suche nach momentanem Genuss sowie dem Mangel an Stabilität und Treue unter den Ehepaaren, die einer ständigen Beeinflussung durch die Medien ausgesetzt sind. Wenn die Ehe nicht auf dem Fels der wahren Liebe und der gegenseitigen Hingabe aufgebaut ist, dann wird sie leicht zum Opfer der Scheidungsmentalität, wobei auch der Wert des Lebens, vor allem des Lebens der Ungeborenen, außer acht gelassen wird. Dieses Panorama zeigt die Notwendigkeit auf, eine wirksame Familienseelsorge zu verstärken [...], die den christlichen Eheleuten hilft, die Grundwerte des Sakraments, das sie empfangen haben, anzunehmen. Daher sollt ihr durch euer Lehramt und mit Treue zur Lehre Christi gegenüber gewissen Tendenzen in der heutigen Gesellschaft, die den einzigartigen und unersetzlichen Wert der Ehe zwischen Mann und Frau verdunkeln oder undeutlich machen wollen, die Wahrheit der Familie als Hauskirchen und Heiligtum des Lebens verkünden.
Papst Benedikt XVI. "Ad-limina"-Besuch der Bischofskonferenz von Puerto Rico, 30. Juni 2007

 

 

Unauflöslichkeit


Die Unauflöslichkeit der Ehe hängt nicht von der Endgültigen Verpflichtung der Kontrahenten ab, sondern sie gehört zum Wesen des "mächtigen Bandes, das vom Schöpfer festgelegt wurde" (Johannes Paul II., Katechese vom 21. 11. 1979,2; O.R. dt. 48,S.2). Die Partner müssen sich endgültig verpflichten, eben weil die Ehe im Schöpfungs- und Erlösungsplan so beschaffen ist. Und die wesentliche rechtliche Natur der Ehe liegt eben in diesem Band, das für den Mann und für die Frau eine Erfordernis der Gerechtigkeit und der Liebe darstellt, der sie sich, zu ihrem eigenen Wohl und zum Wohl aller, nicht entziehen können, ohne im Widerspruch zu dem zu stehen, was Gott selbst an ihnen getan hat.
Papst Benedikt XVI. Ansprache an die Mitglieder des Gerichtshofes der Römischen Rota, 27. Januar 2007

 


 

Kardinal Burke über 

die Unauflöslichkeit der Ehe


 

 

Die Unauflöslichkeit der Ehe

 

Die Unauflöslichkeit der Ehe


Besonders schmerzlich ist, wie wir wissen, das Problem der wiederverheirateten Geschiedenen. Die Kirche, die sich dem Willen Christi nicht widersetzen kann, hält unverbrüchlich an dem Prinzip der Unauflöslichkeit der Ehe fest, bringt aber zugleich große Zuneigung denjenigen Männern und Frauen entgegen, denen es aus verschiedenen Gründen nicht gelingt, es zu befolgen. Deshalb können Initiativen, die die Segnung von illegitimen Verbindungen anstreben, nicht zugelassen werden. Das apostolische Schreiben Familiaris consortio hat den Weg gewiesen, der uns durch eine Denkweise, die die Wahrheit und die Liebe achtet, eröffnet wird.
Benedikt XVI. Ansprache bei der Begegnung mit der Französischen Bischofkonferenz, 14. September 2008   

 

 

Befähigt durch das Sakrament


Im Apostolischen Schreiben Familiaris Consortio hielt der Diener Gottes Johannes Paul II. fest: "Das Sakrament der Ehe... macht die christlichen Gatten und Eltern zu Zeugen Christi bis an die Grenzen der Erde. Zu wahren Missionaren der Liebe und des Lebens" (Nr. 54). Diese Sendung ist sowohl auf das Innere der Familie ausgerichtet – vor allem im gegenseitigen Dienen und in der Erziehung der Kinder – als auch nach außen, denn die häusliche Gemeinschaft ist aufgerufen, Zeichen der Liebe Gottes zu allen Menschen zu sein. Die christlichen Familie kann diese Sendung jedoch nur dann erfüllen, wenn sie von der Gnade Gottes gestützt wird. Dafür ist es notwendig, ohne Unterlass zu beten und im täglichen Bemühen auszuharren, den am Tag der Eheschließung übernommenen Verpflichtungen treu zu bleiben. Auf alle Familien, besonders auf jene, die sich in Schwierigkeiten befinden, rufe ich den mütterlichen Schutz der Gottesmutter und ihres Bräutigams Josef herab. Maria, Königin der Familie, bitte für uns!
Papst Benedikt XVI. . Angelus, 8. Oktober 2006 

 

 

 Den verborgenen Schatz  

des Ehebundes wiederfinden


Wenn ein Ehepaar in Schwierigkeiten oder – wie eure Erfahrung lehrt – sogar schon getrennt ist, soll es sich Maria anvertrauen und sich an den wenden, der die beiden „zu einem Fleisch“ gemacht hat. So kann es sicher sein, dass diese Krise mit der Hilfe des Herrn eine Wachstumsphase ist und dass die Liebe gereinigt, greift und gestärkt daraus hervorgehen wird. Das kann nur Gott bewirken, der sich seiner Jünger als fähige Mitarbeiter bedienen will, die die Eheleute zusammenführen, sie anhören und ihnen helfen, den verborgenen Schatz des Ehebundes, das unter der Asche verborgene Feuer, wiederzufinden. Gott ist es, der die Flamme belebt und brennen lässt; sicher nicht wie ein Verliebtsein, sondern auf andere stärkere und tiefere Weise, aber immer dieselbe Flamme.
Papst Benedikt XVI. Ansprache für die Teilnehmer an der internationalen Tagung der Bewegung „Retrouvaille“, 26. September 2008

Berufung und Gebot


Das Geschenk des Sakraments ist für die christlichen Ehegatten zugleich Berufung und Gebot, einander über alle Prüfungen und Schwierigkeiten hinweg für immer treu zu bleiben, in hochherzigem Gehorsam gegen den heiligen Willen des Herrn: „Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“ (Mt 19,6).
Johannes Paul II. Apostolisches Schreiben „Familiaris Consortio“, 22. November 1981 

 

 

Maria, Mutter und Königin der Familien, wir rufen zu dir!
Es gibt so viele Familien in ausweglosen Situationen.
 

Sie brauchen deine Geborgenheit, und deinen Halt!
Es gibt so viele Familien in Glaubensnot und Irrtum.
 

Sie brauchen deine Klarheit, Sicherheit, und deinen Glaubensmut.
Es gibt so viele Familien in Not und Bedrängnis.
 

Sie brauchen deine Hilfe, und deine Fürbittmacht.
Es gibt so viele Familien in Schwachheit und Versagen.
 

Sie brauchen deine Kraft, und deine Reinheit.
Es gibt so viele Familien, hilflos in Erziehungsschwierigkeiten.
 

Sie brauchen deine Mutterliebe, und deine formende Hand.
Es gibt so viele Familien, zerrissen durch Lieblosigkeiten. Sie brauchen deine Güte, und dein liebendes Verstehen.
Maria, Mutter und Königin der Familien, bitte für uns,
 

geh mit uns, und segne uns. Amen.  

Die Ehe achten und fördern


Um auf den Weg menschlichen Reifens voranzuschreiten, lehrt uns die Kirche, die wunderbare Wirklichkeit der unauflöslichen Ehe zwischen einem Mann und einer Frau, die auch der Ursprung der Familie ist, zu achten und zu fördern. Daher ist die Anerkennung und Unterstützung dieser Institution einer der grössten Dienste, die man heutzutage dem Gemeinwohl und der wahren Entwicklung der Menschen und der Gesellschaften leisten kann, sowie die beste Garantie für die Sicherstellung der Würde, der Gleichheit und der wahren Freiheit der menschlichen Person.
Papst Benedikt XVI. Predigt beim V. Welttreffen der Familien in Valencia, 9. Juli 2006

 

Zu einer einzigen Existenz werden


Die Ehe bedeutet, dem anderen in der Liebe zu folgen und so zu einer einzigen Existenz zu werden, zu einem Fleisch, und daher untrennbar, zu einer neuen Existenz, die aus dieser Liebesgemeinschaft entsteht, die vereint und auf diese Weise auch Zukunft schafft. [...] Das Sakrament der Ehe ist also keine Erfindung der Kirche, sondern es ist wirklich mit dem Menschen als solchem "mit-geschaffen" worden, als Frucht der Dynamik der Liebe, in der Mann und Frau einander finden und so auch den Schöpfer finden, der sie zur Liebe berufen hat.
Papst Benedikt XVI. Gespräch mit den Jugendlichen auf dem Petersplatz, 6. April 2006


Ehescheidung

Lasst euch nicht von dem ansteckenden Krebsgeschwür der Ehescheidung befallen, die die Familie zerreißt, die Liebe unfruchtbar macht und die Erziehungstätigkeit der christlichen Eltern zerstört. Trennt nicht, was Gott verbunden hat (Mt 19,6). In der ehelichen Verbindung muss die Liebe echt sein, das heißt ganz menschlich, total, ausschließlich und offen für ein neues Leben. In der Welt, wo wir so oft eine tausendfach entstellte und verfälschte Liebe sehen, erachtet es die Kirche als eine ihrer am höchsten geschätzten und für die Rettung der Welt dringendsten Pflichten, den unschätzbaren Wert der Unauflöslichkeit und der ehelichen Treue zu bezeugen. 

Johannes Paul II. Predigt bei der Messe für die Familien in Valparaiso, Chile, 2. April 1987 

Gebet für die Familie

O Gott, der du uns in der Heiligen Familie ein vollkommenes Modell des Familienlebens geschenkt hast, das im Glauben und im Gehorsam deinem Willen gegenüber gelebt wurde.
Hilf uns, Vorbild des Glaubens und der Liebe zu deinen Geboten zu sein.
Hilf uns bei unserem Auftrag, den Glauben an unsere Kinder weiterzugeben.
Öffne ihre Herzen, damit in ihnen der Same des Glaubens wachse, den sie in der Taufe empfangen haben.
Stärke den Glauben unserer Jugendlichen, damit sie in der Kenntnis Jesu wachsen.
Stärke die Liebe und die Treue in allen Ehen, besonders in jenen, die Momente des Leidens und Schwierigkeiten durchmachen.

Vereint mit Josef und Maria, bitten wir dich durch Jesus Christus, deinen Sohn unsern Herrn.
Amen
 

Papst Benedikt XVI, anlässl. des V. Welttreffens der Familien in Valencia am 8.8.2006

 

 

Gebet von Johannes Paul II. für die Familien

 

Vater, du bist die Liebe und das Leben


Gott, in dem jede Vaterschaft ihren Ursprung hat im Himmel und auf Erden.
Vater, der du die Liebe und das Leben bist, gib, dass durch deinen Sohn Jesus Christus, den "vom Weibe Geborenen", und durch den Heiligen Geist, die Quelle der göttlichen Liebe jede menschliche Familie auf Erden für die kommenden Generationen ein wahres Heiligtum des Lebens und der Liebe werde.
Gib, dass deine Gnade die Gedanken und Werke der Ehegatten auf das Wohl ihrer Familie und aller Familien auf der Welt hinlenke.
Gib, dass die jungen Menschen in ihren Familien einen starken Halt finden, der sich positiv auswirkt auf ihr Menschsein und auf ihr Wachstum in der Wahrheit und in der Liebe. Gib, dass die Liebe, gestärkt durch die Gnade des Ehesakramentes, sich stärker erweist als alle Schwächen und Krisen, die unsere Familien zuweilen erschüttern.
Gib schließlich, darum bitten wir dich, auf die Fürsprache  der heiligen Familie von Nazareth, dass die Kirche inmitten aller Völker der Erde ihre Aufgabe in der Familie und durch die Familie auf fruchtbare Weise erfüllen kann.
Durch Christus, unsern Herrn, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen 

 

 

 

 Was Gott verbunden hat,  

darf der Mensch nicht trennen!

 

Ehe - ein weltlich Ding?  

von Pater Deneke 

 

 

"Betet, betet viel

und bringt Opfer für die Sünder, denn viele Seelen kommen in die Hölle, weil sich niemand für sie opfert und für sie betet." 


Betet täglich

den Rosenkranz

  

Maria, hilf uns, die Gefahr des Bösen zu überwinden. Noch einmal zeige sich in der Geschichte der Welt die unendliche Macht der erbarmenden Liebe. Dass sie dem Bösen Einhalt gebiete! Dass sie die Gewissen verwandle! In deinem Unbefleckten Herzen offenbare sich allen das Licht der Hoffnung! 

Johannes Paul II. in Fatima, 13. Mai 1982    

  

Am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.

    

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