D a s  J a h r  d e s  G l a u b e n s

ANNUS FIDEI   

   

Wird jedoch der Menschensohn,  

wenn er kommt,  

auf der Erde (noch) Glauben vorfinden?  

Lukas 18,8  

 

Wenn unser Herr vor Sorge gefragt hat, ob er noch Glauben findet, wenn er wieder kommt – so sollten wir Ihm doch entgegenkommen und mit unserem ganzen Leben unseren tiefen Glauben bezeugen. 

Heutzutage reicht die äußere Glaubensbezeugung nicht mehr, heute muss man immer bereit sein, Jesus zu dienen und Ihm nachzufolgen. 

 

"Wer auch immer gerettet sein will, der muss vor allem den katholischen Glauben festhalten: Wer diesen nicht unversehrt und unverletzt bewahrt, der wird zweifellos auf ewig zugrunde gehen." Hl. Athanasius  

 

 

O mein Gott, ich glaube fest alles, was die katholische Kirche zu glauben vorstellt,  

weil DU, der du die Wahrheit selbst bist,  

es ihr geoffenbart hast.  

Vermehre unseren Glauben!  

 

Aus dem Gebetbuch für Verehrer der heiligen Herzen Jesu und Maria, Imprimatur Monasteri, 13. Octobris 1909

 

 

Kreuzwegandacht von Joseph Kardinal Ratzinger zum Karfreitag 2005

 

Betrachtung

Was kann uns der dritte Fall Jesu unter dem Kreuz sagen? Wir haben an den Sturz des Menschen insgesamt gedacht, an den Abfall so vieler von Christus in einen gottlosen Säkularismus hinein. Müssen wir nicht auch daran denken, wie viel Christus in seiner Kirche selbst erleiden muss? Wie oft wird das heilige Sakrament seiner Gegenwart missbraucht, in welche Leere und Bosheit des Herzens tritt er da oft hinein? Wie oft feiern wir nur uns selbst und nehmen ihn gar nicht wahr? Wie oft wird sein Wort verdreht und missbraucht? Wie wenig Glaube ist in so vielen Theorien, wie viel leeres Gerede gibt es? Wie viel Schmutz gibt es in der Kirche und gerade auch unter denen, die im Priestertum ihm ganz zugehören sollten? Wie viel Hochmut und Selbstherrlichkeit? Wie wenig achten wir das Sakrament der Versöhnung, in dem er uns erwartet, um uns von unserem Fall aufzurichten? All das ist in seiner Passion gegenwärtig. Der Verrat derJünger, der unwürdige Empfang seines Leibes und Blutes, muss doch der tiefste Schmerz des Erlösers sein, der ihn mitten ins Herz trifft. Wir können nur aus tiefster Seele zu ihm rufen: 

Kyrie, eleison - Herr, rette uns!

 

Gebet

Herr, oft erscheint uns deine Kirche wie ein sinkendes Boot, das schon voll Wasser gelaufen und ganz und gar leck ist. Und auf deinem Ackerfeld sehen wir mehr Unkraut als Weizen. Das verschmutzte Gewand und Gesicht deiner Kirche erschüttert uns. Aber wir selber sind es doch, die sie verschmutzen. Wir selber verraten dich immer wieder nach allen grossen Worten und Gebärden. Erbarme dich deiner Kirche: Auch mitten in ihr fällt Adam immer wieder. Wir ziehen dich mit unserem Fall zu Boden, und Satan lacht, weil er hofft, dass du von diesem Fall nicht wieder aufstehen kannst, dass du in den Fall deiner Kirche hineingezogen selber als Besiegter am Boden bleibst. Und doch wirst du aufstehen. Du bist aufgestanden – auferstanden und du kannst auch uns wieder aufrichten. 

Heile und heilige deine Kirche. 

Heile und heilige uns. 

 

Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.

Stabat Mater dolorosa,
iuxta crucem lacrimosa,
dum pendebat Filius.

 

 

"Die Kirche darf nicht der Tagesmeinung folgen, sondern muss angesichts der Übel in der Welt die Medizin des Evangeliums verkünden." 

 

Papst Benedikt XVI

 

 

Quicumque vult salvus esse, ante omnia opus est ut teneat catholicam fidem!  

Hl. Athanasius -

Wer selig werden will, muss vor allem den katholischen Glauben festhalten!   

"Nach dem II. Vatikanischen Konzil hat Gott Seine Ansichten nicht geändert."

 

Instaurare omnia in Christo!

Alles in Christus erneuern!

Hl. Papst Pius X

 

"Betet, betet viel

und bringt Opfer für die Sünder, denn viele Seelen kommen in die Hölle, weil sich niemand für sie opfert und für sie betet." 


Betet täglich

den Rosenkranz

  

Maria, hilf uns, die Gefahr des Bösen zu überwinden. Noch einmal zeige sich in der Geschichte der Welt die unendliche Macht der erbarmenden Liebe. Dass sie dem Bösen Einhalt gebiete! Dass sie die Gewissen verwandle! In deinem Unbefleckten Herzen offenbare sich allen das Licht der Hoffnung! 

Johannes Paul II. in Fatima, 13. Mai 1982    

  

Am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.

    

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