Die Lehre  

von den letzten Dingen

Entnommen aus dem Buch  

Licht und Kraft für jeden Tag  

von Herrn Pfarrer Gerhard Myrbach   

 

 

 

 

Der Tod der Menschen ist durch Adams Sünde in die Welt gekommen.

Der Tod ist die endgültige Trennung der Seele vom Leib.

Es gibt keine Reinkarnation. Das heißt, kein Mensch wird nach seinem Tod ein zweites oder gar drittes, viertes... Mal (als Mensch oder als Tier) "wiedergeboren".

Nach dem Tod folgt das besondere Gericht.

Man spricht hier vom besonderen Gericht, weil es nicht öffentlich abgehalten wird, sondern mit jedem Menschen im besonderen. CHRISTUS wird unbestechlich über unser Leben urteilen. Er wird mit uns so verfahren, wie wir mit unseren Menschen verfahren sind.

Die Seelen der Verstorbenen gehen bald nach dem Tod in den Himmel oder in das Fegefeher oder in die Hölle ein.

Die Gerechten, die von aller Sündenschuld und -strafe frei sind, treten - schon vor dem Jüngsten Gericht und der Wiedervereinigung ihrer Seelen mit ihren Körpern - für immer in den Zustand übernatürlicher Seeligkeit ein, den wir das Ewige Leben, Reich Gottes oder Himmel(reich) nennen.

Die Bewohner des Himmels sehen für ewig Gott, was für sie ein unbeschreibliches Glück ist.

Die Freuden des Himmels sind unaussprechlich groß und haben kein Ende.

Die Freuden der Geretteten im Himmel werden je nach Verdiensten verschieden sein.

Aber keine Angst, alle werden dabei glücklich sein, und es wird keinerlei Neid aufkommen!

Wer zwar ohne schwere Sünde gestorben ist, aber noch nicht vollkommen frei ist von lässlichen Sünden und Sündenstrafen, macht eine Reinigung durch, um in den Himmel eingehen zu können. Man nennt diese Reinigung Fegefeuer (Purgatorium).

Wir können den Armen Seelen im Fegefeuer helfen, z.B. durch das heilige Messopfer, durch Gebet, Weihwasser, Almosen und andere gute Werke, durch Fasten und Ablässe.

Wichtig bei alledem ist, wir es mit Liebe tun! Der Heiland sagte einst zur hl. Gertrud von Helfta, dass ein einziges Wort, vom Grunde des Herzens gesprochen, mehr Kraft und Wirksamkeit zur Erlösung der Armen Seelen hat als das Hersagen einer Menge von Psalmen und Gebeten ohne Andacht.

Es gibt einen Strafzustand der von Gott verworfenen Engel und Menschen, den wir Hölle nennen.

Die Quallen der Hölle sind unaussprechlich und ohne Ende.

Niemand wird von Gott dazu vorherbestimmt, in die Hölle zu kommen. Nur wer in einer Todsünde stirbt, kommt in die Hölle.

Qualen der Hölle:  

- Die Verworfenen (Verdammten) sehen niemals GOTT.

- Sie sind in der Gesellschaft anderer verworfener Menschen und böser Geister.

- Sie sind in einem Feuer und leiden große Seelenqualen (z.B. ständige Vorwürfe des Gewissens) und nacdh der Auferstehung der Toten auch körperliche Qualen.

Das Feuer der Hölle, von dem die Bibel spricht, ist vermutlich anders als unser Feuer.

Die Qualen der Verworfenen werden je nach ihren Sünden verschieden sein.

Der Gedanke, dass ein Mensch, den man liebt oder man selbst in die Hölle kommen könnte, ist überaus schrecklich und kaum zu ertragen. Deshalb lasst uns mit all unseren Kräften GOTT lieben und IHM dienen und von Herzen gut sein zu unseren Mitmenschen und inständig beten, dass wir nicht verlorengehen!

Der folgende alte Kinderspruch ist nicht primitiv, sondern sehr weise:

In den Himmel muss ich kommen, fest hab ich mir`s vorgenommen,

mag es kosten, was es will, für den Himmel ist mir nichts zuviel.

Freilich ist der Himmel ein Geschenk GOTTES, das wir nicht fordern oder uns selbst geben können, aber wenn wir GOTTES Gnaden gut verwenden, kommen wir in den Himmel!  

Was geschieht mit den Kindern, die ohne Taufe gestorben sind?

Das ist eine schwierige theologische Frage, doch sicher ist jedenfalls folgendes:

+ Zur ewigen Seligkeit (Himmel) ist unbedingt die Taufe notwendig oder wenigstens das Verlangen nach der Taufe.

+ Unmündige Kinder, die vor der Taufe sterben, kommen auf keinen Fall in die Hölle, weil sie ja keine persönliche Schuld auf sich geladen haben.

+ Christliche Eltern oder andere christliche Erziehungsberechtigte haben die strenge Pflicht dafür zu sorgen, dass Kinder rechtzeitig getauft werden! Die heilige Kirche fordert sie eindringlich auf, die Kinder nicht daran zu hindern, durch das Geschenk der heiligen Taufe zu Christus zu kommen.

+ Beten wir vertrauensvoll für die ungetauft verstorbenen unmündigen Kinder und empfehlen wir sie der Barmherzigkeit GOTTES!  

Alle Menschen, Gerechte und Ungerechte, werden am Jüngsten Tag mit ihren Leibern aufestehen.

Alle Menschen werden nach ihrer Aufestehung gemeinsam von Christus gerichtet werden.

Die Erde wird nicht vernichtet, sondern in eine bessere umgewandelt werden.  

Für die Verwendung der oben angegebenen Textstellen hat uns Herr Pfarrer Gerhard Myrbach seine persönliche Genehmigung erteilt.

 

 

 

 Ewiges vergelt`s Gott  

und Gottes Segen 

für Pfarrer Myrbach!  

  

"Betet, betet viel

und bringt Opfer für die Sünder, denn viele Seelen kommen in die Hölle, weil sich niemand für sie opfert und für sie betet." 


Betet täglich

den Rosenkranz

  

Maria, hilf uns, die Gefahr des Bösen zu überwinden. Noch einmal zeige sich in der Geschichte der Welt die unendliche Macht der erbarmenden Liebe. Dass sie dem Bösen Einhalt gebiete! Dass sie die Gewissen verwandle! In deinem Unbefleckten Herzen offenbare sich allen das Licht der Hoffnung! 

Johannes Paul II. in Fatima, 13. Mai 1982    

  

Am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.

    

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