Von der Kraft  

des Weihwassers  

für die Verstorbenen  

 

Weihwasser - ein kühlender Tau  

für die brennenden Seelen 

 

Nach altem Brauch segnet die Kirche das Wasser. Die Priester und die Gläubigen besprengen mit dem Weihwasser die Verstorbenen und ihre Gräber. In manchen Gegenden findet man auf den Friedhöfen leider keine Weihwassergefäße. Geben Sie, bitte, den Armen Seelen immer wieder den Trost des Weihwassers. Gehen Sie nicht nur an Allerseelen auf den Friedhof.

 

Geben Sie auch zu Hause jeden Abend Ihren Verstorbenen, allen Armen Seelenund den meist vergessenen Priesterseelen das Almosen des Weihwassers. 

Bedenken Sie die Worte Jesu Christi: "Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan."

 

 

 Das Weihwasser,  

eine Hilfsquelle  

für die Armen Seelen

 

Das Weihwasser, mit Glauben und Vertrauen gebraucht, hat überaus große Wirkungen für Leib und Seele und ist ungemein Hilfreich für die Seelen im Fegefeuer.

 

Sooft der Priester Weihwasser weiht, tut er dies im Namen und als Stellvertreter der heiligen Kirche, deren Gebet der göttliche Heiland immer mit Wohlgefallen aufnimmt und stets erhört.

 

Wenn man daher mit einem Tropfen Weihwasser entweder sich oder einen Gegenstand, der gegenwärtig oder abwesend ist, besprengt, so steigt jedesmal, gleichsam von neuem das Gebet der Kirche zum Himmel empor und zieht Gnaden über Leib und Seele über dasjenige herab, was mit geweihtem Wasser besprengt wird. Es verscheucht die Gewalt der bösen Geister: daher das Sprichwort; "Der fürchtet dies oder jenes wie der Teufel das Weihwasser." Millionen Beispiele ließen sich aufzählen, die zeigen, welch entsetzliche Furcht der Böse vor dem Weihwasser hat.

Allein, wie kommt es nun, daß man auch entfernten Personen und den Armen Seelen das Weihwasser nützlich geben kann? Sooft du einer fernen Person Weihwasser gibst, so steigt eben das daran geknüpfte Gebet der heiligen Kirche zum göttlichen Herzen hinauf und bewegt dasselbe, deine Angehörigen dem Leibe und der Seele nach in Schutz zu nehmen.  

 

Das nämliche geschieht, wenn man den Armen Seelen das Weihwasser spendet. Wieviele Erleichterungen erhält eine leidende Seele nur durch ein Tröpflein Weihwasser.

    

Ein Tröpflein Weihwasser hat oft sicherlich eine größere Wirkung als ein langes Gebet. Denn unser Gebet ist leider oftrecht lau und zerstreut. Anders aber verhält es sich mit dem Gebete der Kirche. Dieses gefällt Gott jeden Augenblick, an jedem Orte, wann und wo und von wem es immer im Namen der Kirche ihm dargebracht wird. Darum sehnen sich die ArmenSeelen so sehr nach dem Weihwasser. Oh, wenn wir ihr Seufzen und Flehen nach einem Tröpflein geweihten Wasser hören könnten, wahrlich, wir würden uns bestreben, sie morgens und abends und auch öfters am Tage damit zu erquicken.

 

Wie oft gehst du nicht zur Türe aus und ein, wie manchen Gang machst du? Was wäre das für eine große Mühe, beim Verlassen des Zimmers ein Tröpflein Weihwasser ins Fegefeuer fallen zu lassen.

 

Welche Freude verursachst du aber dadurch im Fegefeuer, und welch´ großen Nutzen verschaffst du durch diesen Liebesdienst dir selbst und den Deinigen; denn die Armen Seelen sind nicht undankbar! Im gleichen Augenblick, wo wir ihnen etwas zugute kommen lassen, heben sie ihre Hände zum Himmel und beten mit solcher Inbrunst für ihre Wohltäter, wie es den heiligsten Personen auf Erden nicht möglich ist. Und Gott erhört so gerne ihr Flehen und sendet seine Gnade in überreichem Maße über ihre Helfer.

 

Ein Christ soll nie auf längere Zeit das Zimmer verlassen, ohne drei Tröpfchen Weihwasser zu spenden; eines für sich und seine Angehörigen, damit der Heiland sie bewahre vor allem Schaden des Leibes und der Seele; ein zweites für die sterbenden Sünder, damit Gott diesen noch in der letzten Stunde die Bekehrung gewähre, und das dritte endlich für die Armen Seelen.

 

Oh, wieviel Segen und Heil, wie viele Verdienste und Gnaden würdest du durch diese nur so geringe Übung für dich und andere gewinnen und dir dadurch auch eine Menge Fürbitter im Leben, im Sterben und fürs Fegefeuer erwerben.

 

1. Wenn jemand wüßte, daß ein paar Stunden von seiner Heimat entfernt ein Arzt wohnte, der umsonst eine Arznei gäbe, die schon vielen Kranken aller Art geholfen habe, nur müsse man alle acht Tage das Fläschchen Medizin dort holen; wer würde dies zu tun unterlassen? Siehe, eine gar treffliche Medizin ist das Weihwasser. Tausende und Tausende sind durch den gläubigen Gebrauch des Weihwassers, mit Gebet verbunden, schon geheilt und von Unglück in Haus, Stall und Feld bewahrt worden.

 

2. Täglich sind wir Seelengefahren ausgesetzt und brauchen Gnade und Hilfe. Eines der leichtesten und wirksamsten Mittel, um die Angriffe des bösen Feindes zurückzuschlagen, ist der andächtige Gebrauch des Weihwassers. Sooft wir dasselbe nehmen, sendet uns der Erlöser Hilfe, Trost und Kraft, um das Gute zu tun und das Böse meiden zu können.

 

3. Würde die Sturmglocke läuten und dir anzeigen, daß es im Ort brenne; gewiß, du würdest nicht säumen, Löschmaterial herbeizuschaffen.

 

Allein, bist du nicht fest überzeugt, daß im Fegefeuer ein unermeßlich stärkeres Feuer brennt und Millionen Seelen dem schrecklichen Feuer ausgesetzt sind?

Siehe, diesen Seelen können wir mit geringer Mühe helfen. Ein Tröpflein Weihwasser bringt ihnen große Linderung, und wir sollten so träge sein, diese geringe Mühe zu scheuen?

 

Imprimatur: Würzburg, den 9. Febr.1957 E.Nr.245/57 I.A. Dr. Fuchs, Domdekan  

 

D i e  H i l f e  d e s  W e i h w a s s e r s

 

Das Weihwasser, dieses "allerbeste Gnadenwasser zur Abwaschung der Sündenstrafen", wie es die gottselige Maria Anna Lindmayr (1657-1726) genannt hat.

Das Sakramentale des geweihten Wassers ist dank der kirchlichen Weihe wahrlich ein kühlender Tau für die "brennenden" Seelen, weil es Heilskraft besitzt und nach dem Maß deines Vertrauens wirksam werden darf.
 

 

Besuche darum gern den Friedhof und sprenge auf das Grab deiner Lieben (im Geist auch auf alle anderen Gräber) ein paar Tropfen Weihwasser.

"Dieses Wasser und das Kostbare Blut komme allen Armen Seelen zugut."

Wenn du täglich dich selbst und deine lebenden Angehörigen mit Weihwasser segnest, dann laß bitte auch die lieben Armen Seelen im Fegfeuer daran teilhaben. Schenk auch ihnen ein Tröpflein Weihwasser!

"Wenn Liebe gibt, wird Kleines groß", auch ein Tropfen Weihwasser schon.

Nimm an, du müßtest beim Heulen der Sirene feststellen, daß es in deiner Nachbarschaft brennt. Würdest du da nicht alles liegen lassen und davon eilen,um bei den Löscharbeiten zu helfen? Das Feuer im jenseitigen Läuterungsort brennt aber unermeßlich stärker, und Millionen Armer Seelen schmachten in dieser schrecklichen Glut. Ein einziger Tropfen Weihwasser verschafft ihnen große Linderung. Sollten wir wirklich so träge und vergeßlich sein, diese geringe Mühe des "Löschens" und der Hilfe scheuen?

"Mit himmlischem Tau erquicke deine Seele Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen."

(Gebet beim Besprengen des Sarges mit Weihwasser in der Beerdigungsliturgie)

Ihr lieben Eltern, bitte leitet eure Kinder frühzeitig an,

jeden Abend auch den lieben Armen Seelen Weihwasser zu geben und für sie zu beten. Sie sollen beizeiten Barmherzigkeit lernen und üben.

 

Quelle: Helft den lieben Armen Seelen, A. M. Weigl 

 

"Betet, betet viel

und bringt Opfer für die Sünder, denn viele Seelen kommen in die Hölle, weil sich niemand für sie opfert und für sie betet." 


Betet täglich

den Rosenkranz

  

Maria, hilf uns, die Gefahr des Bösen zu überwinden. Noch einmal zeige sich in der Geschichte der Welt die unendliche Macht der erbarmenden Liebe. Dass sie dem Bösen Einhalt gebiete! Dass sie die Gewissen verwandle! In deinem Unbefleckten Herzen offenbare sich allen das Licht der Hoffnung! 

Johannes Paul II. in Fatima, 13. Mai 1982    

  

Am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.

    

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